Fahrradverkehr - Die Zukunft kann beginnen


Eine Parteienbefragung zur Kommunalwahl 


Der ADFC Kreisverband wollte von den Bewerbern für den Delmenhorster Stadtrat bei der Kommunalwahl am 11. September wissen, wie sie zu der Entwicklung des Fahrradverkehrs in Delmenhorst stehen. Es wurden 10 sogenannte Wahlprüfsteine zu verschiedenen Aspekten des Radverkehrs aufgestellt. Die Fragen waren themenbezogen formuliert und forderten zu konkreter Beantwortung auf.

Aus den Antworten wurde deutlich: Alle Bewerber befassen sich mit dem Thema Radverkehr. Die Erkenntnis, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen kann, scheint sich bei allen Befragten durchzusetzen.

Somit kommt die einhellige Zustimmung für die Einrichtung von Fahrradstraßen in Delmenhorst wenig überraschend. Auch würden sich alle Befragten für den Ausbau von „Radschnellwegen“ speziell auf der Achse Ganderkesee-Delmenhorst-Bremen stark machen.
Angesichts der alltäglichen Pendlerstaus auf den Straßen ein längst überfälliges Projekt. Der ADFC fordert Politik und Verwaltung auf, hier dringend in einen Dialog mit den Gebietsnachbarn einzutreten, um die Trassenplanung auf den Weg zu bringen.

Es herrscht ebenso ein breiter Konsens über die im Verkehrsentwicklungsplan 2014 empfohlene Einrichtung von „Grünen Routen“ als Stadtteilverbindungen. Diese bilden attraktive Verbindungen für Radfahrer, abseits vom starken Autoverkehr. 

Unbestritten wird von Allen übernommen, dass „Mehr Radverkehr“ die Stadt Delmenhorst attraktiver machen wird, die Lebensqualität verbessern wird und insbesondere dem Wohn- und Wirtschaftsstandort Delmenhorst zu Gute kommen wird.
Allerdings, so muss der ADFC feststellen, steht diese Einschätzung im diametralen Widerspruch zu den bisher in Delmenhorst unternommenen Anstrengungen, den Radverkehr ernsthaft zu fördern. 

Die Gelder für Pflege und Unterhaltung bestehender Radwege reichen nicht aus, attestieren alle Angesprochenen unisono.
Demnach sollten nach der Wahl, für die radelnden Bürger in Delmenhorst, wohl bessere Zeiten anbrechen.

Nicht wenige Menschen führen am Fahrrad ihre Einkaufstaschen mit, und suchen Geschäfte direkt an die Fußgängerzone auf. Das Bedürfnis von Radfahrern, zumindest in der Nähe des Einkaufszieles gute Fahrradstellplätze vorzufinden, will dagegen nicht allen Befragten einleuchten.
Der ADFC regt an, bei der derzeitigen Diskussion um die Parkhäuser und City-Parkplätze im Allgemeinen, das Thema „Fahrradparkennicht zu vernachlässigen. Auf einem Pkw-Stellplatz könnten bis zu sechs Fahrradparker Platz finden. Bei knappen Freiflächen und klammen Kassen ein wirksames Rezept gegen Parkplatznot und Verkehrskosten.

Kontrovers fällt auch das Meinungsbild aus, wenn es darum geht, ausgedehnte Tempo-30-Zonen in der Innenstadt einzurichten, um damit den Radfahrern erweiterten Verkehrsraum z. B. durch Fahrrad-Schutzstreifen auf Fahrbahnen anzubieten.

Das Fahrrad spielt besonders auch bei der Freizeitgestaltung eine große Rolle. Der ADFC wollte deshalb wissen, ob sich die Politik für die Fahrradmitnahme im Linienbusverkehr der DELBUS, zumindest auf ausgewählten Routen (Neuendeel, Adelheide) einsetzen würde. Die Antworten waren durchweg zustimmend, aber mit dem Hinweis auf Beratungsbedarf über die genaue Umsetzung.

Insgesamt sind bei den angesprochenen Parteien zum Teil recht unterschiedliche Akzente festzustellen. Die vollständigen Antworten auf die 10 Wahlprüfsteine sind detailliert auf der Homepage des ADFC-Delmenhorst unter www.adfc-delmenhorst.de nachzulesen.

 

ADFC Kreisverband Delmenhorst, 29.08.2016

Marion Lösking
Erste Vorsitzende

Burkhard Kühnel-Delventhal
Sprecher AG-Verkehr

 


 

Zusammenfassung der Antworten der Parteien / Fraktionen auf die 10 Wahlprüfsteine zum Thema Entwicklung des Fahrradverkehrs in Delmenhorst:

 

sowie die detaillierten Antworten Leitet Herunterladen der Datei einhier als PDF-Datei.

 

 

© 2019 ADFC Delmenhorst